RENNEN

Motorsport und Segelsport - so verschieden und doch so ähnlich

Wenn man auf die sportliche Historie von Pinta zurückblickt, sieht man dort vor allem eins: erfolgreiche Einsätze im Segelsprort. Egal ob Willi Illbruck, der zweimal den Admiral’s Cup gewann und mehrfacher Weltmeister war oder sein Sohn Michael, 2001/2002 Gewinner des härtesten Rennens rund um die Welt, das Volvo Ocean Race – die Hochsee war das Zuhause der Familie Illbruck.

 

Doch beide fühlen sich auch im Schalensitz eines Rennwagens pudelwohl. So ist Willi Illbruck schon vor Jahrzehnten mit einem Porsche 356 über die Nordschleife des Nürburgrings gefahren.

Seit 2008 ist nun auch Michael Illbruck auf der Nordschleife auf den Geschmack gekommen. „Beides sind wirklich extreme Sportarten“, sagt Michael Illbruck, der 2009 und 2010 bereits erfolgreich in der VLN Langstreckenmeisterschaft unterwegs war.

 

Den Startschuss lieferte dafür der Porsche Sports Cup im Jahr 2008, als er 10 Runden über einen Grandprixkurs fahren durfte. „Als ich das erste Mal am Steuer des Rennwagens saß, fühlte ich genau das gleiche, wie auf einer Rennyacht. Im Gegensatz zu einem Straßenauto ist der Renn-Porsche viel straffer und direkter. Man kann die Geschwindigkeit richtig fühlen. Beim einem Regattaboot ist das nicht anders.“

Diese Herausforderung und der Gedanke des Teamsports sind es, wieso Michael Illbruck vom Motorsport so begeistert ist. „Du sitzt zwar alleine im Cockpit, im Gegensatz zum Segelboot, aber trotzdem muss ein Rädchen des Teams genau ins andere greifen, damit man erfolgreich ist.“

 

Spätestens als er bei einem Lehrgang zum ersten Mal auf der Nordschleife fuhr, war es um Illbruck geschehen. „Diese Strecke ist einmalig und unglaublich faszinierend.“ Und auch wenn ihm Fahrerkollegen eine eher unorthodoxe Motorsportkarriere bescheinigen, wollte Illbruck nicht erst bei Rundstreckenrennen auf Grandprixstrecken antreten.

Mit seinem neu gegründeten Team suchte er ab 2009 die Challenge in der VLN Langstreckenmeisterschaft. „Die Serie ist einfach ein fantastisches Format“, lobt Illbruck.

 

Zeitlich kompakt auf einen Renntag begrenzt, ermöglicht sie es viel Motorsport in kurzer Zeit zu erleben. Zudem wird das ganze gepaart mit der schönsten und zugleich gefährlichsten Rennstrecke der Welt. „Man muss diesem Kurs immer mit dem größten Respekt begegnen. Da heißt es auch einmal zurückzuschalten und nicht voll an die Grenzen zu gehen, damit man letztlich schneller ist.“ Genau, wie im Segelsport.

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