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Am Starkwindtag nach Frühstart als Achte im Ziel

QINGDAO. Nach den vielen Leichtwindtagen zog am Sonntag (17. August) ein Sturmtief mit Dauerregen über die olympische Segelstadt Qingdao hinweg. Während die 470er-Frauen Steffi Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) einen Ruhetag hatten und am Montag als Zehnte ins Medaillenrennen starten, absolvierten die Starboote nur ein Rennen. Nach einem Frühstart rollten Marc Pickel und Ingo Borkowski aus Kiel und Babelsberg das Feld von hinten auf und wurden immerhin noch Achte. Dadurch verteidigten sie vier Punkte hinter den neuen Spitzenreitern Mateusz Kusznierewicz/Dominik Zycki aus Polen Platz vier.


Bei zweieinhalb Meter hohen Wellen und Windstärke fünf bis sechs kamen Marc Pickel und Ingo Borkowski mit ihrem Starboot ins Surfen.

Zweieinhalb Meter hohe Wellen auf der Fushan Bucht machten zunächst den Teilnehmern weniger zu schaffen, als der Organisation. Das Startschiff der Stare und Tornados schlug auf der Fahrt zur Regattabahn leck und musste zurück in den Hafen geschleppt werden. Es dauert eine Weile, bis Ersatz geschaffen war. Doch mühte sich die Wettfahrtleitung danach noch drei Stunden, bis endlich ein Kurs ausgelegt war.

Als dann endlich gestartet wurden, waren so viele Starboote zu früh über der Linie, dass es einen Gesamtrückruf des Felds hätte gegeben müssen. Aber es wurde nur ein Einzelrückruf signalisiert. „Nach so langer Warterei in strömendem Regen verlor die Wettfahrtleitung offenbar nicht nur die Geduld, sondern auch noch die Übersicht“, kritisierte Marc Pickel. Mit den Neuseeländern Hamish Pepper und Carl Williams waren die Deutschen die einzigen, die auf Nummer sicher gingen, und noch einmal über die Startlinie segelten. Disqualifiziert wurden nur die Portugiesen.

Mit einer Minute Rückstand begann die Aufholjagd. Doch an der ersten Luvtonne waren Pickel/Borkowski nur Vorletzte. „Aber wir hatten den Anschluss da bereits wieder hergestellt“, berichtete der Steuermann, der vor dem Wind die meisten Plätze gut machte. Ein Blick auf die Ergebnisliste zeigt, wie dicht die Konkurrenz zusammen liegt. Ein vorentscheidender Tag könnte der Montag werden, wo seit 11 Uhr Ortszeit in guter Brise gesegelt wird und drei Wettfahrten geplant sind.

Das Medaillenrennen der 470er-Frauen wurde für 14 Uhr Ortszeit (8 Uhr deutscher Zeit) terminiert. „Wir haben unser Ziel zwar nicht erreicht, hier eine Medaille zu gewinnen“, meinten Rothweiler und Kussatz, „aber wir wollen uns im Finale noch einmal teuer verkaufen und zeigen, dass wir zur Weltspitze gehören.“


Weitere Informationen unter www.sailing.org/Olympics.


Die Starbootcrew Marc Pickel und Ingo Borkowski in der Waschmaschine von Qingdao.

Ergebnisse von den olympischen Segelwettbewerben

Gesamt der Starboote nach vier Wettfahrten:

1. Mateusz Kusznierewicz/Dominik Zycki (Polen, 5/6/8/2) 21 Punkte
2. Xavier Rohart/Pascal Rambeau (Frankreich, 12/1/5/4) 22
3. Fredrik Lööf/Anders Ekström (Schweden, 1/4/15/3) 23
4. Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Babelsberg, 2/14/1/8) 25
5. John Dane III/Austin Sperry (USA, 8/2/4/12) 26
6. Hamish Pepper/Carl Williams (Neuseeland, 4/9/2/11) 26

Stand vor dem Medaillenrennen der 470er-Frauen

1. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 25 Punkte
2. Marcelin de Koning/Lobke Berkhout (Niederlande) 43
3. Fernanda Oliveira/Isabel Swan (Brasilien) 58
4. Nike Kornecki/Vered Bouskila (Israel) 62
5. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 68
6. Lenka Smidova/Lenka Mrzilkova (Tschechien) 69
7. Giulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 69
8. Natalia via Dufresne/Laia Lluisa Tutzo (Spanien) 72
9. Christina Bassadone/Saskia Clark (Großbritannien) 74
10. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 78


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