Am Abschlusstag der Delta Lloyd Regatta in Medemblik segelte das pinta racing Duo Rothweiler/Kussatz auf Rang acht
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Am Abschlusstag der Delta Lloyd Regatta in Medemblik segelte das pinta racing Duo Rothweiler/Kussatz auf Rang acht
Die fünftägige Wettfahrtserie hatte alle Wetterverhältnisse von anfänglich schwachen, sehr wechselnden Winden bis hin zum abschließenden Starkwind zu bieten. Die unterschiedlichen Bedingungen waren zwar ein guter Test, aber mit ebenso wechselhaften Ergebnissen für das 470er-Duo. „Das war noch mal eine Serie mit viel Auf und Ab. Jetzt haben wir genug Wettkampfpraxis, wir wollen uns endlich auf China und die Bedingungen dort konzentrieren“, so die Steuerfrau, die für den Württembergischen Yacht-Club in Friedrichshafen startet.
Leichtwind meint sie damit, und das ist die Spezialität der deutschen Olympia-Starterinnen im 470er. Im abschließenden Medalrace aber hatte es am Sonntag noch einmal richtig aufgebrist. „Wir hatten 22 bis 25 Knoten Wind“, so Rothweiler, Stärke sechs. Da erwischte es das pinta racing team eiskalt. Eine Kenterung im flachen Ijsselmeer wurde ihnen zum Verhängnis: der Mast blieb im schlickigen Grund stecken und verbog. Das Rennen war gelaufen, und 20 Punkte mussten addiert werden, denn der Finalplatz zählt doppelt.
Die Summe von 100 Zählern brachte den Gesamtrang acht, nachdem sie vor dem Schlusstag Fünfte waren. „Es war ein gutes, sehr intensives Training, auch wenn wir uns zum Abschluss nicht mehr steigern konnten“, resümiert Steuerfrau Steffi Rothweiler, die mit leicht angeschlagenem Kopf ins letzte Rennen ging. Am Vortag hatte sie der eigene Großbaum erwischt und eine dicke Beule hinterlassen. „Es geht schon wieder besser“, so Rothweiler, „und auch der Verlust des Mastes ist zu verschmerzen, denn unsere gutes Material ist bereits in China.“
Die Italienische Crew Giulia Conti/Giovanna Micol machte mit einem vierten Platz im Medaillenrennen den Sieg perfekt und setzte sich mit zehn Punkten Abstand von den Brasilianerinnen Fernanda Oliveira und Isabel Swan ab. Auf Rang drei landete das Duo Marcelien de Koning/Lobke Berkhout aus den Niederlanden. „Bis auf die Italienerinnen segelte das Feld hier nicht sehr konstant. Deshalb sollten wir uns in Qingdao ganz auf unsere eigene Leistung konzentrieren und keine bestimmten Gegner im Auge behalten“, resümiert Vorschoterin Vivien Kussatz (Spandauer Yacht-Club aus Berlin) den letzten Regattatest vor den Olympischen Segelwettbewerben.
Endstand der 470er-Frauen bei der Delta Lloyd Regatta
1. Giulia Conti/Giovanna Micol (Italien) 50 Punkte
2. Fernanda Oliveira/Isabel Swan (Brasilien) 60
3. Marcelien de Koning/Lobke Berkhout (Die Niederlande) 64
4. Christina Bessadone/Saskia Clark (Großbritannien) 66
5. Ai Kondo/Naoko Kamata (Japan) 87
6. Therese Torgersson/Vendela Santén (Schweden) 95
7. Ingrid Petitjean/Gwendolyn Lemaitre (Frankreich) 97
8. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) 100
9. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (Australien) 105
10. Sylvia Vogl/Carolina Flatscher (Österreich) 107
Weitere Informationen und Fotos unter www.deltalloydregatta.org.