02/04/2011

58. ADAC Westfalenfahrt

Feuerwerk beim Saisonauftakt am Nürburgring

Pinta-Porsche führte eine Stunde und belegte am Ende Rang zehn


Pinta Racing feierte am vergangenen Wochenende einen gelungenen Saisonauftakt in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Nachdem Michael Illbruck und Manuel Lauck mit ihrem Porsche 997 GT3 R das erste Rennen, die 58. Westfalenfahrt, zu Beginn für eine Stunde lang angeführt hatten, langte es am Ende zu einem hervorragenden zehnten Platz.

Beim Start in die Langstreckensaison herrschte in der Eifel

fast sommerliches Wetter mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Allerdings präsentierte sich beim morgendlichen Training die Nordschleife stellenweise noch nass. Richtig schnelle Runden waren erst zum Ende der 90 Minuten möglich, als sich die Bedingungen deutlich verbesserten. Manuel Lauck fuhr kurz vor Schluss noch eine schnelle Runde, die zwischenzeitlich sogar für Startplatz drei gereicht hätte. Doch die Konkurrenz zog nach und verdrängte den Pinta-Porsche noch bis auf Platz zehn nach hinten. „Das Training war unberechenbar. Meine Runde war nicht schlecht, aber die Verhältnisse wurden gegen Ende immer besser“, meinte Manuel Lauck. Michael Illbruck pflichtete ihm bei: „Vielleicht hätten wir noch ein wenig später zur letzten Runde rausfahren müssen.“


Im Rennen brannte Lauck dann zunächst ein wahres Feuerwerk ab. Von Startposition zehn kommend, übernahm er bereits nach dem dritten Umlauf die Führung im 165 Fahrzeuge großen Starterfeld. „Der Pinta-Porsche lag einfach perfekt. Ich konnte ohne größere Schwierigkeiten die Konkurrenten überholen. Aber wirklich absetzen konnte ich mich nicht. Und ganz ehrlich: mehr als auf Platz eins zu fahren, kann man auch nicht machen.“
 
Die Führungsposition verlor Pinta Racing in Runde neun, als der Porsche ohne Benzindruck zunächst am Streckenrand ausrollte. Ein technischer Defekt am Reservetank bremste den Pinta-Porsche aus. Nach schier endlosen Minuten sprang der Motor des 997 GT3R wieder an und Lauck konnte


an die Box fahren. Insgesamt kostete die Technik dem Team annähernd drei Minuten.

Anschließend übernahm Michael Illbruck das Steuer und kämpfte sich in der Folge wieder an die Top 10 heran. Nach vier Stunden fuhr das Duo Illbruck/Lauck mit dem Porsche als Zehnte über die Ziellinie. Michael Illbruck: „Es war ein tolles Rennen. Das Team funktioniert und harmoniert bestens.“ Mit dem zehnten Rang war er hoch zufrieden, auch wenn es ohne das kleine technische Problem durchaus weiter nach vorne gegangen wäre. „So etwas gehört zum Motorsport dazu. Der Fleißige hat immer auch Glück, daher werden wir, wenn wir weiter so arbeiten, in Zukunft auch Glück haben.“


Der zweite Wagen des Teams sah an diesem Tag die Zielflagge leider nicht. Felix Illbruck und Matthias Hoffsümmer waren mit ihrem Porsche 997 GT3 Cup in der Klasse SP7 lange erfolgreich unterwegs. Zeitweise lag das Duo auf dem dritten Rang, bis nach 18 Runden sich ein Getriebeschaden ankündigte und der Porsche anschließend aus Sicherheitsgründen in der Box abgestellt wurde.

Bis zum zweiten Lauf am 30. April wird die Mannschaft nun das Getriebe des Cup-Porsche überprüfen und die Technik des Reservetanks am 997 GT3 R überholen. Dann ist das Ergebnis des ersten Rennens sicherlich noch zu toppen.

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